Habe ich überreagiert? War die Trennung übertrieben und nur "emotional" ausgelöst?
Hier im Blog habe ich ja immer nur einen subjektiv gefärbten Ausschnitt der Ereignisse niedergeschrieben, möglicherweise (bestimmt sogar!) romantisch verklärt.
Keiner sonst war dabei, niemand von euch kennt uns persönlich, oder weiß Bescheid über alle Hintergründe.

Ich konnte so nicht mehr mit ihm weiterleben. Die Angelegenheit am Donnerstag war nur der Trigger.

Er hat ständig versucht, mich herumzukommandieren und zu kontrollieren.
Er wollte bestimmen, was ich anziehe und was ich nicht anziehe.
Er wollte bestimmen, was ich esse und was ich nicht esse.
Er wollte bestimmen, mit wem ich Kontakt habe, und mit wem ich keinen Kontakt habe (am liebsten hätte er mich ganz weggesperrt).
Er wollte bestimmen, wohin ich gehe, und wohin ich nicht gehe.
(Danke Copy'n'Paste!)

Nein, er hat mich zu sehr in meiner persönlichen Freiheit eingeschränkt und eingeengt.

Dazu kommt noch, dass er ein unverbesserliches Arbeitstier ist. Von mir hat er erwartet, dass ich meine gesamte Zeitplanung absolut nach ihm ausrichte. Statt Arbeit abzubauen, hat er sich ständig neue Aufgaben aufgehalst. Und dabei hatte er mir versprochen, dass er weniger Zeit mit Arbeit verbringen würde.
Sein Versprechen, wieder Kondome zu benutzen, hat er dagegen zwar gehalten, aber mich trotzdem ständig damit genervt, dass er Nachwuchs will. Soll er sich doch jetzt eine junge Gebärmaschine zulegen!

Und überhaupt, er ist ein eiskalter, skrupelloser Geschäftsmann, der meint, mit seinem Geld könne er alles und jeden kaufen.
Ihr habt ja keine Ahnung, wie er manchmal mit seinen Mitarbeitern und Lieferanten umspringt. Nicht grundlos ist Kathrin so eingeschüchtert.
Mir gegenüber war er zwar immer mehr als großzügig, wollte mir sein Geld regelrecht aufgedrängen, aber alle anderen hält er kurz. Allmählich wurde es richtig erdrückend, wie er versuchte, mich immer mehr finanziell und wirtschaftlich von sich abhängig zu machen.
Seine "embrace and suffocate" Strategie ist diesmal nicht aufgegangen.
Mit "Samtpfötchen" ist jetzt Schluss.

Zugegeben, beim Sex war er schon phantastisch. Aber nur deswegen alles andere ertragen? Nein!
Mir ist es klar, dass es schwierig werden wird, angemessenen Ersatz dafür zu finden, aber schließlich ist die Welt voll von geilen Männern. Varietas delectat.

Ich habe in dieser Beziehung wirklich viel wegstecken müssen. Manches ja gern - dazu habe ich die innere Größe - anderes aber nicht gern. Das ließ sich nur mit Humor ertragen.

So schnell werde ich mich nicht mehr auf eine Beziehung einlassen, und wenn, dann kommt nur ein pflegeleichteres Modell in Frage.

Bitte habt dafür Verständnis, wenn ich mich in Zukunft nicht mehr zu diesem Thema äußern will.